Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
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KKV-Bund / Ortsgemeinschaft Oldenburg

Pressemitteilung

18.07.2019



KKV Bezirksgemeinschaft Oldenburg fordert gesellschaftlichen Klimawechsel

„Likes und Shares kein Grund für brutale Verrohung der Gesellschaft“

Oldenburg. Einen „Klimawechsel“ in der Gesellschaft fordert der Vorsitzende der Bezirksge-meinschaft Oldenburg der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), Georg Konen, nach dem Interview mit dem niedersächsischen Innenminister, Boris Pistorius (SPD), mit der NWZ. „Anstatt uns dem ehrlichen, offenen und zielgerichtetem Dialog ‚Mensch zu Mensch‘ zu stellen, sind in Facebook, Twitter und Co. ein paar plakative Zeilen schnell geschrieben. Statt nachzu-denken und sachlich schlau zu machen, wird schnell nebenbei kommentiert“, gibt er zu bedenken und fügt hinzu: „Je radikaler und plakativer, desto mehr Zustimmung gibt es. Sogar Weltpolitik wird heute beschränkt auf wenige Zeilen gemacht.“

Bei aller wohlwollender Offenheit für neue Kommunikationsformen und den gesellschaftlichen Wandel erscheint es dem KKV-Vorsitzenden von höchster Priorität, dass sich im menschlichen Miteinander schnell wieder ein „Klimawandel“ vollzieht. Er identifiziert gerade in den Sozialen Medien einen „totalen Verlust des gegenseitigen Respektes, den Niedergang einer offenen und rücksichtsvollen Streitkultur und die reflexartige Verunglimpfung Andersdenkender gepaart mit der brutalen Verrohung der genutzten Sprache.“ Das sei für eine zivilisierte, demokratische und werteorientierte Gesellschaft inakzeptabel.

Echte Bedrohungslagen für Rettungskräfte, Polizei, Politiker und Verwaltungsmitarbeiter möglich.

„Denken wir nur an die Klimadiskussion. Jenseits des gesunden Menschenverstandes wird mit wenigen Zeilen und grenzenlosem Opportunismus die sofortige Umsetzung radikaler Maßnahmen gefordert. Diskussionen und andere Meinung sind nicht selten gänzlich unerwünscht“, beschreibt er seinen Eindruck von der Dialogkultur in Facebook & Co. „Was im Schutze des vermeintlich anonymen, digitalen Netzes beginnt, findet im respektlosen und teils menschenverachtenden Umgang zum Beispiel mit Rettungskräften, Polizei, Politikern und Verwaltungsmitarbeitern seine Fortsetzung im sogenannte Reallife“, pflichtet Konen Innenminister Pistorius zu und teilt seine Befürchtungen, dass es schnell zu weiteren ernsthaften Bedrohungslagen kommen könne.

„Als katholischer Sozialverband und als Christ ist es an uns, dieses unmenschliche Miteinander anzuprangern und zur Mäßigung aufzurufen“, betont Konen. Die Würde des Menschen sei auch und gerade in Zeiten von Facebook und Twitter unantastbar und daran müssten sich Hasspre-diger und andere radikale Wortführer messen und urteilen lassen. „Und wir als Gesellschaft müssen dieser Entwicklung Paroli bieten. In Wort und Tat!“, fordert er abschließend.


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